Maler- und Lackierarbeiten besonders teuer.

Die Preise für den Neubau von Wohngebäuden in Berlin sind im Mai 2015 um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Das teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit. Während sich die jährliche Veränderungsrate für Preise bei Rohbauarbeiten mit +1,4 Prozent wieder etwas erhöhte (Februar 2015: +1,0 Prozent; November 2014: +1,8 Prozent), ging der jährliche Anstieg der Preise für Ausbauarbeiten mit +1,6 Prozent weiter zurück (Februar 2015: +2,0 Prozent; November 2014: +2,2 Prozent).

Maßgeblich beeinflusst wurde die jährliche Gesamtentwicklung der Baupreise im Juni 2015 bspw. durch Preissteigerungen für Rollladen sowie Maler- und Lackierarbeiten (jeweils +4,8 Prozent) und für Abdichtungsarbeiten (+4,4 Prozent). Preissenkungen binnen Jahresfrist unter den Bauarbeiten wurden im Mai 2015 für Estricharbeiten (–1,2 Prozent), Wärmedämm- Verbundsysteme (–0,8 Prozent) sowie Putz- und Stuckarbeiten (–0,7 Prozent) fest- gestellt. Die von Februar 2015 bis Mai 2015 ermittelte Preiserhöhung um 0,5 Prozent wurde sowohl durch Preiserhöhungen für Roh- als auch für Ausbauarbeiten verursacht. Nennenswerte Preissteigerungen unter den Bauarbeiten gegenüber Februar 2015 gab es für Abdichtungs- (+2,2 Prozent) sowie Rollladenarbeiten (+1,8 Prozent). Preissenkungen gegenüber Februar 2015 wurden für Estrich- (–2,1 Prozent), Gebäudeautomation und Wärmedämm-Verbundsysteme (jeweils –0,9 Prozent) sowie für Entwässerungskanal- (–0,5 Prozent) und Verbauarbeiten (–0,3 Prozent) nachge- wiesen. Die Preise für die Instandhaltung von Wohngebäuden (ohne Schönheitsreparaturen) nahmen gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent zu. Schönheitsreparaturen in einer Wohnung kosteten sogar 4,5 Prozent mehr als im Mai 2014. Der Neubau von Nichtwohngebäuden verteuerte sich im Jahresvergleich etwas stärker als der für Wohngebäude. So stiegen sowohl die Preise für den Neubau von Bürogebäuden als auch für den Neubau gewerblicher Betriebsgebäude um 1,8 Prozent. Beim Ingenieurbau reichte die jährliche Preisentwicklung von +1,2 Prozent für den Brückenneubau, über +1,4 Prozent für den Neubau von Ortskanälen, bis +1,9 Prozent für den Straßenneubau.

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