Senat stellt Mietspiegel 2013 vor

Mietanstieg gebremst. 3,1% Erhöhung zu 2011.

Berlins Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Michael Müller, hat den Berliner Mietspiegel 2013 veröffentlicht. Der Mietspiegel, der alle zwei Jahre im Verbund mit Berliner Mieter- und Vermieterverbänden erstellt wird, weist in  seiner neuesten Fassung moderate Mietsteigerungen in Berlin aus.

Der Mietspiegel ist ein realistisches Abbild der Berliner Mietenlandschaft. Die Daten für 2013 beruhen auf einer repräsentativen Erhebung von Miet- und Ausstattungsdaten zum Stichtag 1. September 2012. In der von der Senatsverwaltung veröffentlichen Presseerklärung heißt es, dass trotz des "zunehmend angespannten Wohnungsmarktes aufgrund von Wachstum und der anhaltenden Attraktivität Berlins" die Mietsteigerungen im Vergleich zum zuletzt veröffentlichten Mietspiegels von 2011 nur moderat ausgefallen sind.

Die gewichtete Berliner Durchschnittsmiete liegt im aktuellen Mietspiegel bei 5,54 €/m² monatlich nettokalt. Im Vergleich: 2011 lag diese 5,21 €/m².

Überdurchschnittlich stark sind die Altbau-Mieten und die Mieten in einfachen Wohnlage gestiegen. Auch kleinere Wohnungen weisen höhere Steigerungsraten auf, so die Pressemeldung. Die Baujahre von 1950 bis 1972 sowie 1973 bis 1990 im Osten der Stadt sowie die mittleren und guten Wohnlage seien dagegen nur unterdurchschnittlich gestiegen.

Die Befürchtung von Mietern und Mieterverbänden, die Mieten für Berlin-Immobilien würden ungebremst steigen, scheint sich nicht zu bestätigen. Neben der jüngst eingeführten Deckelung bei Mieterhöhungen auf 15% innerhalb von drei Jahren, sowie dem angestrebten Zweckentfremdungsverbot in Form gewerblicher Nutzung von Wohnungen (z.B. als Ferienwohnungen), plant der Senat auch den Neubau von sozial verträglichen, also bezahlbaren Wohnungen in Berlin.

Insgesamt ist zu erwarten, dass die Kombination der Maßnahmen langfristig zu einer Beruhigung auf dem Berliner Wohnungsmarkt führen wird. In unserem Marktbericht Berlin können Sie nachlesen, wie sich die Quadratmeterpreise für Berlin-Immobilien in den einzelnen Bezirken entwickeln. Wir aktualisieren unseren Marktbericht Berlin monatlich. Unsere aktuellen Zahlen vom Mai 2013 scheinen zu belegen, dass sich auch der Anstieg der Angebotspreise für Kaufimmobilien in Berlin etwas verlangsamt. Wir betrachten diese „kleine Konsolidierung“  als Hinweis darauf, dass das Wachstum auf dem Berliner Immobilienmarkt von Stabilität und Langfristigkeit geprägt ist.

Analog zum Berliner Mietspiegel 2013 fällt die Preissteigerung am deutlichsten in den einfachen Wohnlagen aus. So gewinnt Neukölln nach wie vor rapide an Wert. Die Anpassung an den Nachbarbezirk Kreuzberg ist in vollem Gange. Im zentralen Kreuzkölln, also dort wo Kreuzberg und Neukölln aufeinander treffen, erwarten wir für 2013 eine Angleichung der Preise.

Auch auf der Gewinnerspur befindet sich der Bezirk Wedding. Die Quartiere nord-westlich von Mitte gewinnen an Attraktivität. Hier sind auch größere Wohnungen zu moderaten Preisen verfügbar.

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