BER-Anwohner mit Flughafengesellschaft unzufrieden: Schallschutz kommt nur langsam voran

Nur sehr wenige Maßnahmen umgesetzt.

Die Anwohner des künftigen Hauptstadtflughandes BER sind mit der Flughafengesellschaft (FBB) unzufrieden. Nachdem von den 20.000 gestellten Anträgen der Hauseigentümer 17.000 Haushalte ihre Anspruchsermittlung bekommen hatten, wurden bislang nur bei 2.500 Antragstellern die bewilligten Maßnahmen komplett oder teilweise umgesetzt. Im letzten halben Jahr habe es nur sechs abgeschlossene schalltechnische Haussanierungen gegeben, klagt der Verband Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN).

Nur 116 Sanierungen im Tagschutzgebiet seien abgeschlossen und bezahlt und eine Trendwende sei nicht in Sicht. "Die FBB hat in punkto Schallschutz für die Anwohner bisher nur das getan, wozu sie juristisch durch Gerichtsurteile oder durch massiven Protest der Bürger und ihrer Interessenvertreter gezwungen wurde", sagte VDGN-Präsident Peter Ohm. Wenn für die Anwohner kein ausreichender Schallschutz vorhanden sei, werde die Eröffnung des Flughafens auch dadurch weiter gefährdet, sagte Ohm.

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