Berlin hat noch Flächenpotenzial für 150.000 Wohnungen: Bedarf ist langfristig größer

Bausenator Geisel: In Berlin gibt es derzeit Flächenpotenzial für ca. 150.000 Wohnungen.

Das wurde auf der Vorstellung der Schwerpunkte der Stadtentwicklung für 2016 am Montag bekannt. Für die Nutzbarmachung des Flächenpotentials sollten nun schnellstmöglich die planungsrechtlichen Grundlagen geschaffen werden, sagte Bausenator Andreas Geisel. Die 2015 durchgeführten und für 2016 geplanten insgesamt 16 Änderungen des Flächennutzungsplans ermöglichen aber vorerst nur den Bau von knapp 14.000 neuen Wohnungen. Die Nachfrage nach Wohnungen wachse weiter, es seien 15.000 bis 20.000 neue Wohnungen pro Jahr erforderlich, so der Senator. Sollten keine neuen Potentiale erschlossen werden, ist die Stadt rechnerisch in spätestens zehn Jahren "dicht", wie aus den Zahlen hervorgeht. Gleich drei Projekte im Herzen Berlins stehen 2016 auf der politischen Agenda des Senators für Stadtentwicklung und Umwelt. Dazu gehört der Bebauungsplan für das Gebiet rund um den Molkenmarkt, einem der ältesten Stadtteile Berlins, sowie die Bereiche rund um den Fernsehturm und Alexanderplatz. Hier will Geisel 2016 einen Schwerpunkt legen. "Wir haben mit der Überarbeitung des Masterplans eine Lösung gefunden, die sowohl den Bestand respektiert als auch Neues zulässt. Das ist die Botschaft an die Investoren, die dort die Möglichkeit nutzen sollten, bis zu 8 neue Hochhäuser zu bauen", so Geisel.

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