Berlin-Immobilien: Besonders kleine Wohnungen sind dringend gesucht.

Hilfsbedürftige Gruppen heizen Mietmarkt weiter an. Im Berliner Mietmarkt werden die Preise nicht nur von zugezogenen Studenten oder hippen Existenzgründern nach oben getrieben: Auch verschiedene hilfsbedürftige Gruppen erhöhen den Druck auf den ohnehin schon knappen Wohnungsmarkt.

Allein in den Asylunterkünften wohnen derzeit etwa 1.800 Menschen, deren Verfahren schon abgeschlossen sind und die jetzt in reguläre Unterkünfte wechseln wollen, aber keine Wohnung finden, sagte Sozialsenator Mario Czaja (CDU) der "Berliner Morgenpost". Genau wie ehemalige Asylbewerber suchen auch alleinstehende Ältere, Hartz-IV-Empfänger und andere hilfebedürftige Menschen meist gerade kleinere Wohnungen. "Hier droht eine soziale Katastrophe", droht der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen, Heiko Thomas. Auch wenn diese Personengruppen für viele Vermieter wohl nicht infrage kommen, den Nachfragedruck erhöhen sie trotzdem und sorgen so unfreiwillig für weiter steigende Mieten in allen Segmenten. "Aufgrund jahrzehntelanger geringer bis keiner Bautätigkeit bestehen heute faktisch keine Reserven im Wohnungsmarkt mehr, so, dass der Bestand an kleinen sozialhilferechtlich angemessenen Wohnungen für die Neuanmietung fast gar nicht vorhanden ist", heißt es in einem Bericht der Gesundheitsverwaltung an den Hauptausschuss. Entspannter wird die Lage aus Mietersicht zumindest vorerst nicht: Laut Landesstatistik ziehen derzeit über 30.000 Menschen pro Jahr neu in die Stadt.

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