IBB: Berlin-Immobilien vor Mega-Boom

Bis 2017 55.000 neue Wohnungen in Berlin. Laut IBB-Bericht haben die Behörden alleine in den ersten neun Monaten 2014 den Bau von fast 14,5-Tausend Berlin-Immobilien genehmigt. Dem IBB-Vorstandsvorsitzen Rolf Friedhofen zufolge dürfte es in 2014 zu einer Steigerung der Baugenehmigungen auf rund 20.000 Einheiten kommen.

Davon entfielen etwa 17.500 Genehmigungen auf den Wohnungsneubau. Die verbleibenden 2.500 Wohnungsgenehmigungen würden für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden erteilt, so Friedhofen.

Die IBB-Volkswirte rechnen damit, dass in 2014 knapp 8.200 Bauvorhaben fertigstellt werden. Für die Jahre von 2015 bis 2017 bestünden außerdem gute Chancen, dass die Baugenehmigungen auf bis zu 35.000 Wohnungen jährlich steigen. In der Meldung des IBB zur Studie heißt es weiter, der aktuelle Bauboom in Berlin übertreffe sogar den Aufbau-Ost der 90er Jahre. 1995 wurden etwa 30.000 Baugenehmigungen erteilt, davon etwa 70% in den Ost-Bezirken. Berlin weise außerdem im Unterschied noch erhebliches Flächenpotenzial für den Wohnungsneubau auf. Von einer Übertreibung könne daher nicht gesprochen werden.

Ausschlaggebend für die Einschätzung des IBB sind mehrere Faktoren: Die wachsende Einwohnerzahl, sowie steigende Beschäftigungs- und Haushaltszahlen. Wie wir an anderer Stelle berichtet haben, wächst Berlin derzeit jährlich um etwa 40.000 Menschen. Gleichzeitig verharrte die Neubautätigkeit im Wohnungsbau in den vergangenen Jahren Auch die andauernde Unsicherheit über die finanzwirtschaftliche Entwicklung in Europa und die anhaltend niedrigen Zinsen und die damit verbundene Flucht in Sachwerte begünstige die Nachfrage nach Wohnungen als Kapitalanlage Berlin.

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