Berliner Mieterverein fordert Verdoppelung des sozialen Wohnungsbaus: Landeseigene Unternehmen sollen sich stärker engagieren

Wenn es nach dem Berliner Mieterverein geht, dann sollen künftig deutlich mehr Sozialwohnungen entstehen. Zweidrittel aller Neubauten der städtischen Wohnungsunternehmen sollten zur Kategorie dieser günstigen Wohnungen für finanzschwache Mieter gehören.

So der Mieterverein in einer Mitteilung. Bisher liege der Anteil an Sozialwohnungen nur bei 30 Prozent.

Auch wenn Wohnungen aus dem landeseigenen Bestand frei werden, werden diese nach Ansicht des Mietervereins viel zu selten an Haushalte mit Wohnberechtigungsschein vergeben - nämlich nur in etwa 40 Prozent der Fälle. Dieser Anteil solle auf mindestens 55 Prozent steigen, fordern die Verbraucherschützer. Die sechs städtischen Wohnungsbaugesellschaften hatten sich im September 2012 mit dem sogenannten "Bündnis für soziale Wohnungspolitik und bezahlbare Mieten" verpflichtet, durch Zukauf und Neubau ihren Bestand auf mindestens 300.000 Wohnungen bis zum Jahr 2016 zu erhöhen. Mittelfristig wird ein Bestand von 400.000 Wohnungen bei den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften angestrebt.

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