Neue Prognose bis 2045 veröffentlicht

Die Bevölkerungszahl in Berlin wird in den nächsten 30 Jahren weiter deutlich zulegen. Das geht aus einer Studie des Wirtschaftsforschungs- und Beratungsunternehmen Prognos im Auftrag der Allianz hervor. Für Berlin wird im Jahr 2030 mit 3.775.000 Einwohnern gerechnet, im Jahr 2045 sollen es 3.878.000 Personen sein, die in der Stadt leben.

Bezogen auf das Jahr 2013 entspricht das einer Steigerung um 11,3 Prozent bis 2030 und 14,3 Prozent bis 2045. Der Wohnungsbedarf soll allerdings noch stärker steigen, da der Trend zu immer kleineren Haushalten weitergeht. Im Jahr 2030 rechnet die Studie mit 2.218.000 Haushalten, im Jahr 2045 sollen es 2.300.000 sein. Bezogen auf das Jahr 2013 entspricht das einer Steigerung um 12,1 Prozent bis 2030 und 16,3 Prozent bis 2045. Die Statistiker gehen in ihrer Berechnung davon aus, dass in Berlin im Durchschnitt bis 2045 jedes Jahr 6.672 Wohnungen neu auf den Wohnungsmarkt kommen. Standen im Jahr 2013 noch 1.009 Wohneinheiten je 1.000 Haushalte zur Verfügung, werden es auf Basis des vorhergesagten Wohnungszuwachses 2030 in Berlin nur noch 936 und im Jahr 2045 sogar nur noch 933 sein. Rein rechnerisch - denn faktisch werden Haushalte zusammenrücken oder auf andere Regionen ausweichen müssen, wenn nicht mehr Wohnraum als der in der Prognose kalkulierte Zugewinn von 6.672 Wohnungen pro Jahr geschaffen wird. Ansonsten wird Berlin im Jahr 2045 zu den Regionen mit der größten Wohnungsknappheit gehören. München, seit Jahren schon für Wohnungsknappheit und exorbitant hohe Mieten bekannt, stand 2013 mit 991 Wohneinheiten auf 1.000 Haushalte noch vergleichsweise gut da. Aufgrund der stärkeren Neubauaktivität wird sich die Lage bis 2045 mit dann 950 Wohneinheiten je 1.000 Haushalte zwar aus Sicht der Wohnungssuchenden weiter verschärfen - aber nicht so stark wie in Berlin.

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