Bundesregierung will alle Wohnungen verkaufen:

In Berlin gehen die meisten wohl in Landesbesitz über. Alle Wohnungen sollen raus - ein Paukenschlag in der Immobilienbranche.

Schon seit Monaten wird zwischen dem Bund und dem Land Berlin um die Übertragung von Berlin-Immobilien gerangelt, die bislang im Regierungsbesitz waren. Dabei ging es insbesondere um den Preis - das Land will naturgemäß so wenig wie möglich bezahlen, der Bund am liebsten an den Meistbietenden verkaufen. Doch jetzt scheint es einen grundlegenden Stratgiewechsel auf Bundesebene zu geben: Alle Wohnungen sollen raus - ein Paukenschlag in der Immobilienbranche.

Bundesweit geht es immerhin um gut 38.600 Wohneinheiten - in Berlin um genau 5.022. Davon sollen rund 92 Prozent an das Land gehen, also etwa 4.660 Wohneinheiten. Wer die anderen 362 Wohnungen bekommt, ist noch unklar. Durchaus möglich, dass hier private Investoren oder gar die bisherigen Mieter zum Zuge kommen. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) soll sich künftig praktisch nur noch darauf konzentrieren, die Gebäude der Ministerien und Bundeswehrliegenschaften zu verwalten.

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