500 Meter mehr Ku'damm?

Initiative will Tauentzienstraße in Kurfürstendamm umbenennen. Berlin-Immobilien am und um den Kurfürstendamm sind begehrt und der "Ku'damm" ist das Shoppingparadies in der City-West. Trotzdem gibt es auch Gegner der Initiative zur Umbenennung der Tauentzienstraße.

Wenn es nach dem Willen der Arbeitsgemeinschaft City geht, soll der etwa 500 Meter lange Boulevard „Tauentzienstraße“ in „Kurfürstendamm“ umbenannt werden. Die Tauentzienstraße ist das Einfallstor zum Kurfürstendamm und wird, so die AG-City, von den meisten Berlinern und Touristen sowieso schon als Ku´damm empfunden. Die Tauentzienstraße, meist schlicht Tauentzien genannt, hat Tradition. Sie verbindet Charlottenburg mit Schöneberg und wurde zwischen 1860 und 1890 konzipiert und angelegt. Zur Zeit der Entstehung war der Tauentzien eine der ersten Adressen für Berlin-Immobilien. Erst zu Beginn des 20.Jahrundert entwickelte sich der Tauentzien dann zur Geschäftsstraße, in Folge der Anziehungskraft des 1907 eröffneten KaDeWe. Heute ist der Straßenzug eine der teuersten Lagen Berlins. Die Idee der AG-City stößt bei Einzelhändlern und in der Tourismusbranche auf Zustimmung, bei den Bezirkspolitikern hingegen eher auf Ablehnung. Der Tauentzien ist Berlins meist frequentierte Einkaufsstraße und wird von vielen Touristen automatisch dem Kurfürstendamm zugeordnet. Die Idee der Arbeitsgemeinschaft City, den Tauentzienstraße in Kurfürstendamm umzubenennen, ist daher nicht unlogisch. Ob die Umbenennung bei Anwohnern und Eigentümern von Immobilien am Tauentzien gut ankommt, ist fraglich. Die Traditionsadresse ist den Alt-Eingesessenen verständlicherweise ans Herz gewachsen. Wirtschaftliche Gründe werden hier eine untergeordnete Rolle spielen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

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