Mietpreisbremse wirkt sich laut Wohnmarktreport kaum aus: Große Unterschiede zwischen den Bezirken

Die Mietpreisbremse wirkt sich in den Berliner Bezirken sehr unterschiedlich aus. Erste Studien scheinen das zu belegen.

Der Einfluss der Mietpreisbremse ist in Berlin bisher gering. Das geht aus dem "Wohnmarktreport 2015" hervor, den der Immobiliendienstleister CBRE und die Bank Berlin Hyp am Mittwoch vorstellte. Demnach erhöhten sich die Angebotsmieten für Wohnungen 2015 um 5,1 Prozent auf knapp 9,00 Euro pro Quadratmeter - immerhin etwas langsamer als noch 2014, als die Mieten um 6,6 Prozent stiegen. Deutliche Unterschiede gibt es dabei zwischen den Bezirken. In Mitte (+7,0 Prozent), Friedrichshain-Kreuzberg und Reinickendorf (jeweils +5,9 Prozent) gab es die prozentual größten Zuwächse, Lichtenberg (+0,9 Prozent), Charlottenburg-Wilmersdorf (+1,8 Prozent) sowie Marzahn- Hellersdorf (+2,4 Prozent) hatten die geringsten Zuwächse, aber auch hier steigen die Mieten weiter. Der leichte Anstieg beim Volumen von Neubauwohnungen decke die Nachfrage nicht. Während in Marzahn-Hellersdorf nur 220, in Reinickendorf 270 und in Tempelhof-Schöneberg 550 Wohnungen entwickelt werden, beträgt die Zahl der geplanten Wohnungen in Treptow-Köpenick 3.300, in Lichtenberg 3.650 und in Mitte 4.870. Der Bedarf durch Zuzüge ist allerdings weit größer. 2014 kamen wie in den Vorjahren rund 40.000 Einwohner hinzu. Im Jahr 2015 wurden darüber hinaus laut eines Berichts der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales alleine 57.500 Asylbewerber registriert – zusätzlich zu den nicht registrierten Flüchtlingen und der regulären Zuwanderung von Arbeitskräften, Studenten und nachgezogenen Familienmitgliedern. Weitere Erkenntnisse des Berichts: Die Wohnkostenbelastung in den peripheren Lagen ist weiter moderat, in den innerstädtischen Wohnlagen weiter gestiegen. Den stärksten Miet- und Preisanstieg gibt es im oberen Marktsegment und in den peripheren Lagen. Eigentumswohnungen verteuerten sich im Durchschnitt um 10,1 Prozent. Der Wohnmarktreport analysiert die aktuellen Entwicklungen auf dem Berliner Wohnungsmarkt und wertet hierfür mehr als 110.000 Mietangebote sowie mehr als 67.000 Inserate für Eigentumswohnungen aus den ersten drei Quartalen der Jahre 2014 und 2015 für die insgesamt 190 Postzahlgebiete Berlins aus.

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