170.000 Neu-Berliner in 2014.

Die meisten Zugezogenen wohnen innerhalb des S-Bahn-Rings. Allein im letzten Jahr sind fast 170.000 Menschen neu nach Berlin gezogen. Auch in den nächsten Jahren wird sich der Zuzug in die Hauptstadt erweitern.

Die meisten Neu-Berliner lassen sich offenbar innerhalb des S-Bahn-Rings nieder, wie aus einer statistischen Auswertung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg in Potsdam hervorgeht. So stellen die Zugezogenen beispielsweise in den Kiezen "Nördlicher Landwehrkanal" oder "Unter den Linden Süd" mit über 80 Prozent Bevölkerungsanteil die deutliche Mehrheit.

Innerhalb des S-Bahn-Rings sind die "Ur-Berliner" lediglich in "Neu-Tempelhof" und "Tählmannpark" mit knapp über 50 Prozent noch leicht in der Mehrheit. Außerhalb des Rings zeigt sich außer im Bezirk Lichtenberg und im Kiez "Tegeler Forst" fast überall ein umgekehrtes Bild: Hier sind die gebürtigen Hauptstädter in der Überzahl. Der Anteil der Migranten aus der Türkei zeichnet noch heute den alten Verlauf der Mauer nach. Seit den 1960er-Jahren haben sie sich in West-Berlin niedergelassen – meist entlang der Grenze zum Ostteil der Stadt. Im Osten machen die türkischstämmigen Berliner bis heute nur 0,6 Prozent aus, im Westteil Berlins dagegen immerhin 7,8 Prozent.

Veröffentlicht am: