Zurück in Zukunft: In Berlin werden Neubauwohnungen wieder gefördert. Senat stellt 320 Millionen Euro für Wohnungsbaufonds.

In Berlin gibt es eine Neuauflage der Neubauförderung. Wie schon in den 80er und 90er Jahren will der Berliner Senat den Wohnungsneubau mit viel Geld ankurbeln. Berlin hat bis 2025 einen zusätzlichen Wohnungsbedarf von 137.000 neuen Wohnungen.

Wie in einer Senatssitzung am Dienstag, den 25.03.2014, beschlossen wurde, sollen jährlich rund 1.000 Berlin-Immobilien über einen 320 Millionen Euro starken Fonds in den nächsten fünf Jahren gefördert werden. Von dem Programm sollen vor allem städtische Wohnungsunternehmen profitieren, aber auch private Investoren, sagt Stadtentwicklungssenator Michael Müller. Die Erwartung des Senats in das neue Programm ist hoch. Die neue Wohnungsförderung sei ein weiterer, zentraler Baustein in der Neuausrichtung der Wohnungspolitik in Berlin. Er soll „die Schaffung von günstigem Wohnraum vor allem durch unsere städtischen Wohnungsbaugesellschaften, aber auch durch Private unterstützen“, so der Senator. Anfangs sollen die Quadratmeter-Mieten in den geförderten Berlin-Wohnungen zwischen 6,00 und 7,50 Euro liegen. Etwa ein Drittel davon soll im unteren Bereich angesiedelt sein. Für den Bezug der neuen Berlin-Immobilien wird ein in Berlin gültiger Wohnberechtigungsschein (WBS) notwendig sein. Um der Verdrängung von Mietern in die Randbereiche vorzubeugen, sollen Projekte innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings bevorzugt behandelt werden. Gleichzeitig mit Beschluss der Neubauförderung wurde der „Stadtentwicklungsplan Wohnen“ beschlossen. Diesem zufolge wird Berlin bis 2025 einen zusätzlichen Wohnungsbedarf von 137.000 neuen Wohnungen haben. Auf rund 220.000 Wohnungen wird das Potenzial geschätzt. Einige "heiße Eisen" gibt es für den Senat noch zu lösen, z.B. die bis zum Volksentscheid am 25. Mai noch unsichere Bebauung des Tempelhofer Feldes, wo nach Willen des Senates ein Teil der neuen Wohnungen entstehen soll. Die Stimmung im Berliner Abgeordnetenhaus unterstützt fraktionsübergreifend den Gesetzentwurf, der bis zu 4.700 neue Wohnungen samt dazu gehörender Infrastruktur und den Bau der neuen „Zentrale Landesbibliothek“ vorsieht. 230 Hektar sollen als Grünfläche bestehen bleiben.

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