Für die alternde Gesellschaft
Seniorengerechte Berlin-Immobilien entstehen vor allem im Osten.

Die Gesellschaft wird immer älter, doch noch haben nicht alle Investoren das Thema auf dem Schirm. Landeseigene Wohnungsunternehmen bauen derzeit rund 20 Prozent der neuen seniorengerechten Wohnungen in Berlin. Das ist eines der Ergebnisse des "Berliner Neubaureports", der im Auftrag der kommunalen Berliner Wohnungsgesellschaft Howoge erstellt wurde.

Die Neubauaktivitäten konzentrieren sich dabei überwiegend auf die Bezirke außerhalb des S-Bahnrings, vorwiegend im Osten Berlins in den Bezirken Treptow-Köpenick und Lichtenberg. Wohnungsgenossenschaften und Baugruppen spielen derzeit nur eine sehr geringe Rolle. Bei den untersuchten seniorengerechten Neubauvorhaben bis zum Jahr 2019 ist der Anteil an Pflegeeinrichtungen am höchsten, gefolgt von Seniorenresidenzen und altersgerechten Wohnungen. Kleinere Wohnungen, die gut ausgestattet sind und flexibel an die Bedürfnisse der älteren Menschen angepasst oder problemlos altersgerecht nachgerüstet werden können, werden nach Ansicht der Marktforscher künftig mehr nachgefragt werden. Gleichzeitig geht man davon aus, dass die Bevölkerungsentwicklung in den Bezirken unterschiedlich verlaufen wird. Der höchste Zuwachs in der Altersgruppe ab 65 Jahre wird laut aktueller Bevölkerungsprognose in Marzahn-Hellersdorf mit 76,8 Prozent zu verzeichnen sein, der niedrigste Zuwachs mit 15,1 Prozent in Treptow-Köpenick.

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