Berlin will Umwandlungen in Eigentumswohnungen begrenzen.

Geplant ist, dem Senat Anfang März eine entsprechende "Umwandlungsverordnung" zum Beschluss vorzulegen. Diese soll dafür sorgen, dass in den sogenannten "Milieuschutzgebieten" dafür sorgen, dass eine Umwandlung künftig genehmigungspflichtig wird.

In den letzten Jahren gab es in Berlin eine deutliche Steigerung der Umwandlungen. Mittlerweile nähert sich die jährliche Umwandlungsquote 10.000 Wohnungen an, so die Senatsverwaltung. Der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Andreas Geisel, zeigte sich nach der Senatsklausur zufrieden mit den erzielten Ergebnissen, vor allem mit denen zur Mietenpolitik: "Mit dem Umwandlungsverbot haben wir endlich ein weiteres mietenpolitisches Instrument, das uns hilft, Berliner Mieterinnen und Mieter vor Verdrängung und steigenden Mieten zu schützen. Es ist sinnvoll und wichtig, in der wachsenden Stadt Berlin dafür zu sorgen, dass die Menschen Sicherheit über ihre Wohnsituation bekommen." Der IVD Berlin-Brandenburg zeigte sich dagegen entsetzt. "Das Willkommensgeschenk für den neuen regierenden Berliner Bürgermeister entpuppt sich als gefährlicher Kuhhandel. Die CDU lässt den Eingriff in die Eigentumsrechte von Immobilienbesitzern zu, damit Kinder nicht zu früh die Schulbank drücken" kommentierte der Verband. Auf diese Weise nehme der Senat auch vielen Mietern die Chance, in ihrem bevorzugten Lebensumfeld Eigentum zu erwerben und sich langfristig vor Mieterhöhungen zu schützen, sagte Dirk Wohltorf, Vorstandsvorsitzender des IVD Berlin-Brandenburg.

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