Wohnungs-Leerstand in Berlin auf historischem Tief

Berlin-Immobilien: Laut BBU immer weniger Fluktuation bei stabilen Nettokalt-Mieten. Besonders in Innenstadtlagen werde eine Umzugs-Quote von weniger als fünf Prozent erreicht. In einigen Bezirken sei der Rückgang besonders auffällig; so z.B. in Marzahn-Hellersdorf, wo der Leerstand mit 1,6 Prozent im Altbezirk mittlerweile auf dem Niveau von Kreuzberg liege.

Laut Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen, BBU, sind Leerstand und Fluktuation bei Berlin-Immobilien weiter rückläufig. Auf der Jahrespressekonferenz gab der Verband bekannt, dass der Leerstand innerhalb der Berliner BBU-Mitgliedsunternehmen im Jahr 2013 mit 2,0 % auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Erfassungen 1995 gefallen ist. Auch die Fluktuation sei weiter rückläufig, so der der BBU. Besonders in Innenstadtlagen werde eine Umzugs-Quote von weniger als fünf Prozent erreicht. In einigen Bezirken sei der Rückgang besonders auffällig; so z.B. in Marzahn-Hellersdorf, wo der Leerstand mit 1,6 Prozent im Altbezirk mittlerweile auf dem Niveau von Kreuzberg liege. 

Trotz des sinkenden Leerstandes bewege sich die Mietenentwicklung auf moderatem Niveau, so BBU-Vorstand Maren Kern. Die durchschnittliche Nettokaltmietensteigerung bei Berlin-Immobilien im Bestand der BBU-Mitgliedsunternehmen sei von 2012 auf 2013 um lediglich 2,7 Prozent auf 5,28 Euro pro Quadratmeter und Monat gestiegen. Der Bau von 18.000 neuen Mietwohnungen sei bis 2020 geplant, so Maren Kern weiter. Dies bedeute eine Steigerung der Neubauinvestitionen im Jahr 2013 von 160 Prozent. Rund 1.300 neue Mietwohnungen seien auf den Weg gebracht worden, für 2014 ist eine Verdopplung der Neubauinvestitionen und der Bau von gut 1.500 Wohnungen geplant.

Kritisch äußerte sich der BBU zur Einstellung der Berliner in Sachen Neubau: „Alle wollen mehr Neubau, aber keiner bei sich in der Nachbarschaft“, so Frau Kern. Innerhalb des BBU habe eine Umfrage aber verdeutlicht, dass die Mieter in Wohnungen von BBU-Mitgliedsunternehmen „konkreten Neubauprojekten zu über 80 Prozent positiv gegenüberstehen.“ Die zeige sich auch darin, dass oft schon vor Fertigstellung der Berlin-Wohnungen die Wartelisten voll seien.

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