In Berlin wird zu wenig gebaut.

Dass es in Berlin zu wenig bezahlbaren Wohnraum gibt, merken Wohnungssuchende schnell. Das Institut der deutschen Wirtschaft rechnet den tatsächlichen Bedarf vor:

Jetzt untermauert das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln diesen Zustand mit selbst ermittelten Zahlen. Demnach betrage der Bedarf an zusätzlichen Wohneinheiten in der Hauptstadt 16.785 - und zwar jedes Jahr bis zum Jahr 2030.

Tatsächlich wurden im letzten Jahr aber nur 8.744 Wohneinheiten fertiggestellt, also etwa halb so viele, wie benötigt. Ganz anders sieht es aber im Umland aus: Während in Potsdam nur drei Prozent weniger Wohnungen fertiggestellt werden, als benötigt, wird in den umliegenden Landkreisen sogar nach Ansicht der Wirtschaftsforscher zu viel gebaut. Im Landkreis Oder-Spree beispielsweise waren es im letzten Jahr 560 Wohneinheiten, gebraucht werden bis 2030 nur 142 pro Jahr. Im Landkreis Havelland wurden 1.068 Wohnungen gebaut, benötigt werden nach Angaben der Forscher bis 2030 nur 429 pro Jahr.

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