Notaranderkonto

Das Notaranderkonto ist ein Treuhandkonto, das vom Notar verwaltet wird. Entscheidet man sich für das Notaranderkonto als Zahlungsinstrument, läuft die Zahlung folgendermaßen ab:

Nach Beurkundung wird das Geld vom Käufer auf das vom Notar eröffnete Anderkonto überwiesen. Der Notar verwaltet das Konto treuhänderisch, weder Käufer noch Verkäufer haben direkten Zugriff auf das Notaranderkonto. Mit Einzahlung des Kaufpreises auf das Notaranderkonto, kann der Nutzen-/Lastenwechsel stattfinden, die Immobilie kann an den Käufer übergeben werden.

Im Anschluss an die Beurkundung hat der Notar beim Grundbuchamt den Antrag auf die Eintragung der Auflassungsvormerkung gestellt. Damit wird sichergestellt, dass nach Beurkundung keine Ansprüche Dritter an die Immobilie grundbuchlich gestellt werden können.

Damit der Kaufpreis vom Anderkonto an den Verkäufer ausgekehrt wird, müssen bestimmte Auszahlungsvoraussetzungen erfüllt sein: In der Regel sind die Eintragung der Auflassungsvormerkung, die Erteilung der Verwalterzustimmung, die Lastenfreiheit der Immobilie in Abteilung III des Grundbuches und gegebenenfalls weitere, individuell im Kaufvertrag vereinbarte Bedingungen. Wenn in Abteilung III Einträge von Grundpfandgläubigern, z.B. der finanzierenden Bank, vorhanden sind, werden die Ansprüche der Bank vom Notar vorranging bedient. Ein verbleibender Restbetrag wird an den Verkäufer ausgekehrt.

Mit Grundbucheintragung, die für Berlin-Immobilien meist innerhalb von 2-6 Monaten erfolgt, wird der Käufer Eigentümer.

Das Notaranderkonto wird vom Notar auf fremde Rechnung geführt. Die anfallenden Kosten werden vom Notar durch eine Tabelle berechnet. Die Kosten für das Notaranderkonto trägt üblicherweise der Käufer. Kosten für die Löschung von Eintragungen in Abteilung III des Grundbuches trägt hingegen der Verkäufer.

Zuletzt aktualisiert am 04. November 2016 von Peter Guthmann.

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