Immobilienmarkt Berlin Friedrichshain
Berlin-Immobilien: Friedrichshain

Berlin-Friedrichshain ist zentral, hip und kreativ. Der Bezirk erstreckt sich nach Süden bis zum Spreeufer. An die Strukturen eines DDR-Arbeiterbezirkes erinnert heute noch einiges: zum Beispiel die alten Lager- und Kühlhäuser am Friedrichshainer Spreeufer und die Stalinbauten der Karl-Marx-Alle oder die Plattenbauten im Westen des Ortsteils, etwa im Quartier am Platz der Vereinten Nationen. Im Zweiten Weltkrieg wurden viele Straßenzüge durch Luftangriffe zerstört. Nach der Teilung Berlins und mit Zugehörigkeit zum sowjetischen Sektor, rückte Friedrichshain näher an das Stadtzentrum Ost-Berlins. Der Wiederaufbau setzte erst mit Beginn der 60er Jahre ein, unter sowjetischen Paradigmen, nicht zu übersehen in den stalinistischen Prachtbauten entlang der Karl-Marx- und der Frankfurter Allee.

Wohnimmobilien in Friedrichshain

Die Wohnungspreise in Friedrichshain schließen nahtlos an der Entwicklung von 2017 an. Über alle Wohnungstypen (Etagenwohnungen nach Lage, Dachgeschosse und Penthouse Apartments) liegt der durchschnittlich nachgefragte Quadratmeterpreis in Friedrichshain, Stand 1. Quartal 2018, bei EUR 4.600. Nach einer kleinen delle im Vorjahr, ziehen seit Jahresbeginn 2018 vor allem hochwertige Dachgeschossausbauten und Penthäuser wieder an. In 2017 gab es hier einen kleinen Angebotsüberhang, der abgearbeitet ist. Der prozentuale Anstieg im 12-Monatszeitraum ist leicht von 14 Prozent auf 12 Prozent zurückgegangen. Seit Beginn unserer Messungen (2007) ist ein Anstieg der Wohnungspreise in Friedrichshain um den Faktor 2.7 messbar. Die Anzahl der angebotenen Wohnungen steigt in 2018 bislang leicht an.

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Wohnungsmarkt Friedrichshain Preissegmente

Infografik unten: Evolutionsstufe Wohnungsmarkt Friedrichshain. Preissegmente und Entwicklung durchschnittlicher Quadratmeterpreis im Bestand.

Zinshausmarkt Friedrichshain: Stabilisierung auf hohem Niveau.

429 Prozent Wertzuwachs in 10 Jahren können Eigentümer, bzw. Verkäufer von Mietshäusern in Friedrichshain verzeichnen. In 2017 ist der Preisauftrieb bei Zinshäusern mit drei Prozent zu 2016 gemessen an den Preissteigerungen der Vorjahre vergleichsweise gering. Die knappe Angebotssituation hält die Preise auf sehr hohem Niveau. Lediglich 13 Objekte haben wir in den Portalen und Tageszeitungen registriert. Davon hatten 9 Objekte eine Wohnfläche von über 500 Quadratmeter. Kleinere Einheiten nehmen wir aus unseren Vergleichen heraus. Unter diesen 9 Zinshäusern lag der durchschnittlich nachgefragte Quadratmeterpreis bei rund EUR 3.700 (im Vorjahr 3.600). Die Spanne war mit Werten zwischen 2.800 und 4.300 im Vergleich zu anderen Bezirken eher eng. Im Vergleich zum Vorjahr betrug der Preisauftrieb für Zinshäuser in Friedrichshain drei Prozent.

Mietshäuser / Zinshäuser Friedrichshain Überblick

Jahr EUR/m² Transaktionen +/- Vorjahr Index (2006 = 0)
2006 700 79 0 0
2007 900 77 29 29
2008 1000 80 11 43
2009 900 111 -10 29
2010 1000 95 11 43
2011 1100 88 10 57
2012 1300 30 18 86
2013 1700 39 31 143
2014 1800 17 6 157
2015 2800 23 56 300
2016 3600 10 29 414
2017 3700 9 3 429

Friedrichshain Wanderungsbewegungen

Lichtenberg, Prenzlauer Berg, Moabit und Kreuzberg sind die Bezirke, mit denen sich die Friedrichshainer Bevölkerung überwiegend austauscht. Während bei Lichtenberg ein negatives Saldo (mehr Fortzüge nach Lichtenberg als Zuzüge von Lichtenberg) messbar ist, ziehen mehr Kreuzberger, Prenzlauer Berger und Moabiter nach Friedrichshain, als umgekehrt. Klicken Sie auf die Legende, um Werte ein- und auszublenden. Bewegen Sie die Maus über die Balken, um die Anzahl der Wanderungen zu erfahren.

Südwesteuropäer lieben Friedrichshain

In der Tabelle "Friedrichshain Zu-/Fortzüge Europäische Union" betrachten wir die Bewegungen zwischen den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und Friedrichshain in 2016.

Als „noch“ Mitgliedstaat der Europäischen Union markiert das Vereinigte Königreich die Spitze der EU-Zuwanderung nach Friedrichshain im Jahr 2016. Die Italiener und Franzosen komplettieren das Podest. Auffällig sind die hohen Fortzugszahlen. Auch wenn sich zum Jahresende 2016 ein positiver Saldo ergibt, beobachten wir in Friedrichshain gerade unter den Top 4 verhältnismäßig hohe Abwanderungszahlen. Friedrichshain ist ein wichtiger Hub für Studenten und ein junges, internationales Publikum mit nur lockerer lokaler Gebundenheit.

Friedrichshain Zu-/Fortzüge Europäische Union 2017

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Eigene Berechnung.
Land Zuzug Fortzug Saldo
Belgien 52 34 18
Bulgarien 81 12 69
Dänemark und Färöer 102 61 41
Estland 3 3 0
Finnland 27 34 -7
Frankreich 331 135 196
Griechenland 59 24 35
Irland 83 30 53
Italien 331 179 152
Kroatien 52 6 46
Lettland 30 3 27
Litauen 25 0 25
Luxemburg 15 16 -1
Malta 6 3 3
Niederlande 125 76 49
Österreich 113 94 19
Polen 157 52 105
Portugal 55 24 31
Rumänien 139 9 130
Schweden 88 62 26
Slowakei 9 0 9
Slowenien 12 9 3
Spanien 224 146 78
Tschechische Republik 41 13 28
Ungarn 44 9 35
Vereinigtes Königreich 382 124 258
Zypern 0 3 -3

Interaktive Friedrichshain Map: Alles auf einen Blick.

Erfahren Sie mehr über Berlin-Friedrichshain. Klicken Sie in unserer interaktiven Map auf die Auswertung, die Sie interessiert. Wo wohnt meine Peer-Group? Wie international ist mein Kiez? Wie grün ist Friedrichshain? Wenn Sie auf Berlin 2016 klicken, erhalten Sie die Informationen für Gesamt-Berlin.

Friedrichshain Dashboard

76,7
%
Anteil der Bevölkerung zwischen 18 und 65
27,9
%
Internationalität (2016)
128.373
Einwohnerzahl (2016)
38,2
Wohnfläche je Einwohner
9,48
%
Arbeitslosenquote (06/16)
+1.635
Wanderungssaldo (2016)

Von der "Lampenstadt" zur Oberbaum City

Die Oberbaum City, heute einer der beliebtesten Gewerbestandorte Berlins, zeugt von einer langen Industriegeschichte. Die Geschichte des heute durchgestylten Geschäftsareals beginnt bereits Anfang des 19. Jahrhunderts, als das erste Berliner „Wasserwerk vor dem Stralauer Thor“ 1856 seinen Betrieb eröffnete. Den Grundstein für die sogenannte „Lampenstadt“ legte Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Kauf des Areals die Deutsche Glasglühlicht AG, bekannt als spätere Osram GmbH. Heute steht das 63 Meter hohe Narva-Hochhaus als städtebauliches Wahrzeichen für die Umstrukturierung einer der größten Industriebranchen Berlins am Ostbahnhof. Die Produktion des größten Glühlampenherstellers der DDR wurde nach der deutschen Wiedervereinigung eingestellt. Mit der Restaurierung und Entkernung hinter den historischen und denkmalgeschützten Mauern des Standortes entstanden moderne Büro- und Gewerbeflächen für etablierte Unternehmen und junge kreative Firmen aus diversen Wirtschaftsbereichen. Seit 2005 mietet der Industrieriese BASF einen Teil des Gebäudekomplexes. Insgesamt zählt die Oberbaum City über 3.500 Arbeiter.

Übergeordnet zählt die Oberbaum City zur Mediaspree, ein in Berlin kontrovers diskutiertes Investorenprojekt, welches entlang des Spreeufers die Ansiedlung für Bürogebäude, Hotels und Medienbauwerke vorsieht. Die Mercedes-Benz-Arena und die Deutschlandzentrale der Universal Music sind bekannte Beispiele für den Gewerbestandort Mediaspree in Friedrichshain.

Der Mix aus Vorkriegsarchitektur, DDR-Kultur und Boom im neuen Jahrtausend, prägten nicht nur das Straßenbild Friedrichshains. Im heutigen Ortsteil, der bis zur Fusion mit dem Nachbarbezirk Kreuzberg im Jahr 2001 ein eigenständiger Bezirk war, haben sich vielmehr sehr unterschiedliche Identitäten und Lebensläufe zu einem einzigartigen Konglomerat zusammengefunden.
Der Name ist vom Volkspark Friedrichshain im Norden entlehnt. Die westlichen und östlichen Quartiere Friedrichshains weisen sehr unterschiedliche Wohnlagen auf. Während im westlichen Friedrichshain überwiegend Plattenbauten das Straßenbild prägen, zeichnet sich der Osten durch Altbauten aus der Gründerzeit aus. Entlang des ehemaligen Prachtboulevards an der Karl-Marx- und Frankfurter Allee besteht große Nachfrage nach den Wohnungen in den stalinistischen Prachtbauten. Die zentrale Lage bietet ideale Verkehrsanbindungen und viele Restaurants und Cafés entlang der Gebäuderiegel.
Sehr beliebt bei Neu-Berlinern, Studenten und Berufseinsteigern ist der Boxhagener-Kiez. Er wird durch die Revaler Straße, die Warschauer Straße und die Frankfurter Allee eingefasst. Die Simon-Dach-Straße und ihre Nebenstraßen ziehen mit Hunderten von Bars, Clubs, Kneipen und Restaurant lokale und internationale Gäste an. Daneben sind vor allem der Nordkiez im Samariterviertel und die Wohnlagen entlang der Warschauer Straße sehr beliebt. Das reine Wohnquartier auf der Stralauer Halbinsel ist in den vergangenen Jahren immens angewachsen und bietet Berlin Immobilien und Kapitalanlagen in Berlin auf teilweise höchstem Niveau. Hier wird überwiegend ein gediegeneres Publikum angesprochen. In strengen Wintern ist die Stralauer Bucht zugefroren und lockt Spaziergänger und Schlittschuhfahrer an.

Friedrichshain - Ein junger Stadtteil

In Friedrichshain leben mit 128.370 Einwohnern etwa 24.500 weniger Einwohner als im benachbarten Kreuzberg. Der Altersmittlerwert liegt hier mit 33 Jahren fast zehn Jahre unter dem Berliner Durchschnitt. Die junge kreative Szene schätzt das vielfältige subkulturelle Angebot in den Friedrichshainer Quartieren. Nachts ist es um die Warschauer Straße oder dem Simon-Dach-Kiez fast belebter als tagsüber, denn hier reihen sich zahlreiche Bars und Clubs, die Bewohner und Touristen wie ein Magnet anziehen. Auch der Anteil der Einpersonenhaushalte, der in Friedrichshain bei 64,62 Prozent liegt, weist bei einem gleichzeitig niedrigen Altersdurchschnitt auf individuelle Lebensformen hin.

Friedrichshain kann auch mehr als quirlig und bunt sein. Einige Teile Friedrichshains werden langsam erwachsen. Aus Studenten, die es vor Jahren wegen der günstigen Mieten nach Friedrichshain zog, sind Young Professionals und Familien mit Kindern geworden. Die kinderreichsten Quartiere in Friedrichshain sind das Hausburgviertel (20,61 Prozent der 0 bis 18-Jährigen), die Stralauer Halbinsel (20,1 Prozent der 0 bis 18-Jährigen) und das Samariterviertel (14,71 Prozent der 0 bis 18-Jährigen). Für Kinder- und Jugendliche gibt es in den Friedrichshainer Quartieren ein breites Schulangebot:

  • 13 Grundschulen
  • 6 Integrierte Sekundarschulen
  • 5 Gymnasien
  • 2 Schulen mit sonderpädagogischen Schwerpunkt

Ob Erholung oder Toben – in der Freizeitoase des Volksparks Friedrichshains findet man sowohl Ruhe als auch zahlreiche Sport- und Spielplätze für Kinder und Jugendliche. In der ersten kommunalen Parkanlage Berlins gibt es Cafés, Restaurants und viele Sehenswürdigkeiten, darunter befindet sich auch der bekannte Märchenbrunnen.

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