Zentral, hip und kreativ.
Immobilienmarkt Friedrichshain

An die Strukturen eines DDR-Arbeiterbezirkes erinnert in Friedrichshain auch heute noch vieles. Zum Beispiel die alten Lager- und Kühlhäuser am Friedrichshainer Spreeufer und die Stalinbauten der Karl-Marx-Alle oder die Plattenbauten im Westen des Ortsteils, etwa im Quartier am Platz der Vereinten Nationen. Im Zweiten Weltkrieg wurden viele Straßenzüge durch Luftangriffe zerstört. Nach der Teilung Berlins und mit Zugehörigkeit zum sowjetischen Sektor, rückte Friedrichshain näher an das Stadtzentrum Ost-Berlins. Der Wiederaufbau setzte erst mit Beginn der 60er Jahre ein, unter sowjetischen Paradigmen, heute noch präsent in den stalinistischen Prachtbauten entlang der Karl-Marx- und der Frankfurter Allee. Heute beherbergt der mit Kreuzberg im Zuge der Verwaltungsreform 2001 zusammengelegte Bezirk einige der meist gesuchten Wohnlagen Berlins. 

Ca. 130.444
Personen
Einwohnerzahl (2017)
Ca. 72.607
WE
Wohnungen (2017)
4.316
Geb.
Gebäude (2017)
37,88
Wohnfläche je Einwohner (2017)
+992
Personen
Wanderungssaldo (2017)
9,3
%
Arbeitslosenquote (08/18)

Wohnungsmarkt in Friedrichshain

Die Wohnungspreise in Friedrichshain schließen nahtlos an die Vorjahres-Entwicklung an. Über alle Wohnungstypen (Etagenwohnungen nach Lage, Dachgeschosse und Penthouse Apartments) liegt der durchschnittlich nachgefragte Quadratmeterpreis in Friedrichshain, Stand 3. Quartal 2018, bei EUR 4.500. Seit Jahresbeginn ziehen vor allem hochwertige Dachgeschossausbauten und Penthäuser preislich wieder an; der kleine Angebotsüberhang aus dem Vorjahr ist abgearbeitet. Der prozentuale Anstieg im 12-Monatszeitraum ist leicht rückläufig von 14 auf 10 Prozent. Seit Beginn unserer Aufzeichnungen in 2007 ist ein Anstieg der Angebotspreise für Wohnungen in Friedrichshain um den Faktor 2.6 messbar. Die Anzahl der angebotenen Wohnungen ist in 2018 leicht ansteigend.

Preissegmente Bestandswohnungen Friedrichshain

In Friedrichshain waren nach der Wende ganze Straßenzüge in marodem Zustand. Wohnraum war entsprechend günstig. 2007/2008 setzte eine massive Sanierungs- und Modernisierungswelle ein. Viele Mietshäuser wechselten die Eigentümer. Sehr rasch kam es zum Abbau des Preissegmentes bis 2000 EUR/m² Wohnfläche. In 2018 überwiegt bereits das Segment von 4.000 - 6.000 EUR/m². Das Preissegment über EUR 6.000 für Bestandswohnungen ist verhältnismäßig klein.

Mietshäuser in Friedrichshain

In 2018 ist der Preisauftrieb bei Zinshäusern vorerst gestoppt. Auch wenn 2018 mehr Mietshäuser an den Markt gebracht werden, ist die Angebotssituation weiterhin knapp, die Nachfrage hoch und die Preise auf sehr hohem Niveau. Ein genereller Abwärtstrend ist nicht zu beobachten. Verkäufe in den drei großen Milieuschutzgebieten Petersburger Straße, Weberwiese und Boxhagener Platz werden von der Vorkaufsthematik und Abwendungsvereinbarungen begleitet. Die richtige Strategie beim Verkauf Ihres Mietshauses in Friedrichshain ist ausschlaggebend für den Erfolg und den zeitlichen Ablauf Ihres Verkaufes. Wir beraten Sie gerne zu diesem zentralen Thema, mit dem wir uns seit Jahren intensiv befassen. Einführende Informationen zu Milieuschutzgebieten, Erhaltungssatzungen und Vorkaufsrechten finden Sie in diesem Beitrag.

Friedrichshain: Migration und Austauschbeziehungen

Lichtenberg, Prenzlauer Berg, Moabit und Kreuzberg sind die Bezirke, mit denen sich die Friedrichshainer Bevölkerung überwiegend austauscht. Während bei Lichtenberg ein negatives Saldo (mehr Fortzüge nach Lichtenberg als Zuzüge von Lichtenberg) messbar ist, ziehen mehr Kreuzberger, Prenzlauer Berger und Moabiter nach Friedrichshain, als umgekehrt. Klicken Sie auf die Legende, um Werte ein- und auszublenden. Bewegen Sie die Maus über die Balken, um die Anzahl der Wanderungen zu erfahren.

Südwesteuropäer lieben Friedrichshain

Bezogen auf die Austauschbeziehungen innerhalb der EU liegt England an der Spitze, gefolgt von Frankreich und Italien. Auch wenn sich zum Jahresende 2017 ein positiver Saldo ergibt, beobachten wir in Friedrichshain auch verhältnismäßig hohe Fortzüge. Der Bezirk ist ein wichtiger Hub für Studenten und ein junges, internationales Publikum mit geringer lokaler Gebundenheit.

Friedrichshain Zu-/Fortzüge Europäische Union 2017

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
Land Zuzug Fortzug Saldo
Belgien 52 34 18
Bulgarien 81 12 69
Dänemark und Färöer 102 61 41
Estland 3 3 0
Finnland 27 34 -7
Frankreich 331 135 196
Griechenland 59 24 35
Irland 83 30 53
Italien 331 179 152
Kroatien 52 6 46
Lettland 30 3 27
Litauen 25 0 25
Luxemburg 15 16 -1
Malta 6 3 3
Niederlande 125 76 49
Österreich 113 94 19
Polen 157 52 105
Portugal 55 24 31
Rumänien 139 9 130
Schweden 88 62 26
Slowakei 9 0 9
Slowenien 12 9 3
Spanien 224 146 78
Tschechische Republik 41 13 28
Ungarn 44 9 35
Vereinigtes Königreich 382 124 258
Zypern 0 3 -3

Interaktive Friedrichshain Map: Alles auf einen Blick.

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Von der "Lampenstadt" zur Oberbaum City

Die Oberbaum City, heute einer der beliebtesten Gewerbestandorte Berlins, zeugt von einer langen Industriegeschichte. Die Geschichte des heute durchgestylten Geschäftsareals beginnt bereits Anfang des 19. Jahrhunderts, als das erste Berliner „Wasserwerk vor dem Stralauer Thor“ 1856 seinen Betrieb eröffnete. Den Grundstein für die sogenannte „Lampenstadt“ legte Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Kauf des Areals die Deutsche Glasglühlicht AG, bekannt als spätere Osram GmbH. Heute steht das 63 Meter hohe Narva-Hochhaus als städtebauliches Wahrzeichen für die Umstrukturierung einer der größten Industriebranchen Berlins am Ostbahnhof. Die Produktion des größten Glühlampenherstellers der DDR wurde nach der deutschen Wiedervereinigung eingestellt. Mit der Restaurierung und Entkernung hinter den historischen und denkmalgeschützten Mauern des Standortes entstanden moderne Büro- und Gewerbeflächen für etablierte Unternehmen und junge kreative Firmen aus diversen Wirtschaftsbereichen. Seit 2005 mietet der Industrieriese BASF einen Teil des Gebäudekomplexes. Insgesamt zählt die Oberbaum City über 3.500 Arbeiter.

Übergeordnet zählt die Oberbaum City zur Mediaspree, ein in Berlin kontrovers diskutiertes Investorenprojekt, welches entlang des Spreeufers die Ansiedlung für Bürogebäude, Hotels und Medienbauwerke vorsieht. Die Mercedes-Benz-Arena und die Deutschlandzentrale der Universal Music sind bekannte Beispiele für den Gewerbestandort Mediaspree in Friedrichshain.

Der Mix aus Vorkriegsarchitektur, DDR-Kultur und Boom im neuen Jahrtausend, prägten nicht nur das Straßenbild Friedrichshains. Im heutigen Ortsteil, der bis zur Fusion mit dem Nachbarbezirk Kreuzberg im Jahr 2001 ein eigenständiger Bezirk war, haben sich vielmehr sehr unterschiedliche Identitäten und Lebensläufe zu einem einzigartigen Konglomerat zusammengefunden.
Der Name ist vom Volkspark Friedrichshain im Norden entlehnt. Die westlichen und östlichen Quartiere Friedrichshains weisen sehr unterschiedliche Wohnlagen auf. Während im westlichen Friedrichshain überwiegend Plattenbauten das Straßenbild prägen, zeichnet sich der Osten durch Altbauten aus der Gründerzeit aus. Entlang des ehemaligen Prachtboulevards an der Karl-Marx- und Frankfurter Allee besteht große Nachfrage nach den Wohnungen in den stalinistischen Prachtbauten. Die zentrale Lage bietet ideale Verkehrsanbindungen und viele Restaurants und Cafés entlang der Gebäuderiegel.
Sehr beliebt bei Neu-Berlinern, Studenten und Berufseinsteigern ist der Boxhagener-Kiez. Er wird durch die Revaler Straße, die Warschauer Straße und die Frankfurter Allee eingefasst. Die Simon-Dach-Straße und ihre Nebenstraßen ziehen mit Hunderten von Bars, Clubs, Kneipen und Restaurant lokale und internationale Gäste an. Daneben sind vor allem der Nordkiez im Samariterviertel und die Wohnlagen entlang der Warschauer Straße sehr beliebt. Das reine Wohnquartier auf der Stralauer Halbinsel ist in den vergangenen Jahren immens angewachsen und bietet Berlin Immobilien und Kapitalanlagen in Berlin auf teilweise höchstem Niveau. Hier wird überwiegend ein gediegeneres Publikum angesprochen. In strengen Wintern ist die Stralauer Bucht zugefroren und lockt Spaziergänger und Schlittschuhfahrer an.

Friedrichshain - Ein junger Stadtteil

In Friedrichshain leben mit 130.444 Einwohnern etwa 12.000 weniger Einwohner als im benachbarten Kreuzberg. Der Altersmittlerwert liegt hier mit 33 Jahren fast zehn Jahre unter dem Berliner Durchschnitt. Die junge kreative Szene schätzt das vielfältige subkulturelle Angebot in den Friedrichshainer Quartieren. Nachts ist es um die Warschauer Straße oder dem Simon-Dach-Kiez fast belebter als tagsüber, denn hier reihen sich zahlreiche Bars und Clubs, die Bewohner und Touristen wie ein Magnet anziehen. Auch der Anteil der Einpersonenhaushalte, der in Friedrichshain bei 63,82 Prozent liegt, weist bei einem gleichzeitig niedrigen Altersdurchschnitt auf individuelle Lebensformen hin.

Friedrichshain kann auch mehr als quirlig und bunt sein. Einige Teile Friedrichshains werden langsam erwachsen. Aus Studenten, die es vor Jahren wegen der günstigen Mieten nach Friedrichshain zog, sind Young Professionals und Familien mit Kindern geworden. Die kinderreichsten Quartiere in Friedrichshain sind die Stralauer Halbinsel (20,01 Prozent der 0 bis 18-Jährigen) und das Samariterviertel (15,28 Prozent der 0 bis 18-Jährigen). Für Kinder- und Jugendliche gibt es in den Friedrichshainer Quartieren ein breites Schulangebot:

  • 13 Grundschulen
  • 6 Integrierte Sekundarschulen
  • 5 Gymnasien
  • 2 Schulen mit sonderpädagogischen Schwerpunkt

Ob Erholung oder Toben – in der Freizeitoase des Volksparks Friedrichshains findet man sowohl Ruhe als auch zahlreiche Sport- und Spielplätze für Kinder und Jugendliche. In der ersten kommunalen Parkanlage Berlins gibt es Cafés, Restaurants und viele Sehenswürdigkeiten, darunter befindet sich auch der bekannte Märchenbrunnen.

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